BIM-PILOTPROJEKT DES BMVI

DAS PROJEKT VERFÜGBARKEITSMODELL A10/A24 WURDE ALS ERSTES NATIONALES PILOTPROJEKT ZUR INTEGRATION DES BIM-ANSATZes VON DER PLANUNG ÜBER DIE AUSFÜHRUNG BIS HIN ZUR ERHALTUNG AUSGEWÄHLT.

+++ NEWS: +++ Landesamt für Umwelt erteilt Ausnahmegenehmigung für Nachtarbeiten im Bauabschnitt 5 bei Kremmen bis 27.7.2019 +++ Sperrung der L172 zwischen Velten und Germendorf wegen Brückenbauarbeiten ab 16.7.2019, 22:00 Uhr, bis 17.7.2019, 5:00 Uhr (ÖPNV ist nicht betroffen) +++ Sperrung der Zu- und Abfahrt der Anschlussstelle Oberkrämer in Fahrtrichtung Hamburg vom 26.6.-10.7.2019 +++ Mehr Infos im Presseportal unter Presse/Events +++

BUILDING INFORMATION MODELING (BIM)

WAS IST BIM?

Das Building Information Modeling (BIM) basiert auf der durchgängigen Nutzung eines virtuellen, geometrisch visualisierten 3D-Modelles der Projektbeteiligten zur Optimierung aller Phasen im Lebenszyklus eines Bauwerks – vom Entwurf, über die Planung und Ausführung bis zum Betrieb und Rückbau.

Das 3D-Modell dient als Grundlage für das Bearbeiten der projektspezifischen BIM-Anwendungsfälle und wird von allen Projektbeteiligten mit geometrischen, topographischen und alphanumerischen Informationen angereichert. Zusätzlich ist das 3D-Modell durch weitere Informationen wie Zeit (4D) oder Kosten (5D) erweiterbar, um eine schnelle Informationserfassung, Datenverwaltung sowie transparente Kommunikation zu ermöglichen. Damit können unter anderem Abstimmungsprobleme frühzeitig gelöst werden, das Risiko von Planungsfehlern minimiert und die Termin- und Kostenplanung verbessert werden.

 

BIM IM VERFÜGBARKEITSMODELL A10/A24

BIM-VERTRAGSSTRECKE

Die Anwendung der BIM-Methode im Projekt Verfügbarkeitsmodell A10/A24″ erfolgt für die BIM-Vertragsstrecke. Die BIM-Vertragsstrecke umfasst den Bauabschnitt 4 der A24 und damit den Streckenabschnitt von km222+675 bis km228+175 der A24.

Auf dem 5,5 km langen Bauabschnitt befinden sich neben dem Streckenbauwerk zwei Ingenieurbauwerke sowie eine Tank- und Rastanlage.

Der BIM Planungsprozess startete im August 2018 mit der Mock-Up-Phase (Prototypische Testumgebung zur Verifizierung der projektspezifischen BIM-Arbeitsweise) und dauert bis Ende 2021.

Vorab wird ein Grundlagenmodell mit einem Modelldetaillierungsgrad LOG 100 (engl. Level of Geometry)  erstellt, welches den Bestand des Geländes, ein auf Basis von Erkundungen und bestehenden Baugrundinformationen abgeleitetes Baugrundmodell, die Abbildung des Streckenbaus, den Bestand der Tank- und Rastanlage und den Bestand der Ingenieurbauwerke darstellt. Das Grundlagenmodell wird in das Entwurfsmodell, Ausführungsmodell sowie in das Übergabemodell integriert.

Die Entwurfsplanung ist im Entwurfsmodell (LOG 200) abgebildet. Aus diesem Modell werden z. B. die RAB-Ing-Entwürfe der Ingenieurbauwerke abgeleitet. Für die Ausführung wird ein Ausführungsmodell (LOG 400) erstellt, welches der Ausführungsplanung der Strecke und der Ingenieurbauwerke entspricht. Das Übergabemodell wird in der Erhaltungsphase für verschiedene Anwendungen genutzt.

BIM-ANWENDUNGSFÄLLE

1. Erstellen und Fortschreiben der Fachmodelle

  • Grundlage der BIM-Methodik
  • Bestehend aus fachspezifischen Modellen der Fachplaner, Terminplan

2. Modellbasierte Visualisierung (Kommunikation)

  • Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit des Auftragnehmers
  • Abbildungen und Animationen für die externe Kommunikation

3. Bereitstellen der Lieferobjekte (Kollaboration)

  • Cloudbasierte Datenablage und Datenübergabe
  • Datenaustausch zwischen den Projektbeteiligten

4. BIM Koordination

  • Koordination & Prüfung der Fach- und Teilmodelle
  • Qualitätssicherung

5. 2D Planableitung aus den Fachmodellen

  • Entwurfs-und Ausführungspläne aus den Fachmodellen

6. 4D Bauablaufplanung

  • Visualisierung der Bauablaufplanung für die Ausführungsphase
  • Soll-Ist-Abgleich des Baufortschritts

7. Verknüpfung Pläne, Dokumente, etc. (Statusanzeige)

  • Verlinkung der Pläne, Dokumente und sonstigen Informationen mit dem Modell

8. Visualisierung der Ergebnisse gem. ZTV-Funktion StB A10/A24

  • Visuelle Darstellung der ZTV-Funktion StB A10/A24
  • Alphanumerische Informationen werden georeferenziert gem. LOD-Mindestparameter (engl. Level of Detail) verortet

9. Visualisierung der Erhaltungsmaßnahmen

  • Visualisierung der Erhaltungsmaßnahmen (Darstellung und Lokalisierung)
  • Möglichkeit, Verkehrsbeeinträchtigungen darzustellen

10. Erstellen von projektrelevanten BIM-Dokumenten

  • Erstellen der Auftraggeber-Informations-Anforderung (AIA)
  • Erstellen des BIM-Abwicklungsplans (BAP), BIM Fortschrittsbericht

BIM-STRATEGIE UND ZIELE

Anzahl unterschiedlicher Informationsquellen reduzieren „Single Source of Truth“

  • Weniger Komplikationen, kürzere Durchlaufzeiten, gesteigerte Produktivität
  • Bessere Zusammenarbeit
  • Höhere Qualität
  • Niedrigere Kosten

Gemeinsame Datenplattform (engl. Common Data Environment, CDE)

  • Fehler- und Widersprüche in Planungs- und Bauphase verringern
4D-SIMULATION DES Bauwerks 2 IN DER MOCK-UP-PHASE

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